Gartentipps für den Januar

Der Garten schläft tief und fest, so scheint es zumindest gerade im Winter. Man sollte daran denken, dass Nadelbäume auch in dieser Jahreszeit Wasser benötigen. Im Januar empfiehlt sich eine Saatgut Kontrolle und das Entfernen des schlechten bzw. nicht mehr keimfähigen Saatgut. In den örtlichen Geschäften gibt es Saatgut erst zum Frühling hin, aber im Internet können Sie das ganze Jahr über Saatgut bekommen.

Bei Bäumen ist verstärkt darauf zu achten, ob Frostschäden vorhanden sind. Diese entstehen meist an der Rinde. Durch eine Mischung aus Brandkalk, Tapetenkleister und Wasser kann man diesem entgegenwirken. Man trägt diese Mischung einfach auf die Rinde auf. Im Frühjahr wird diese Mischung durch Regen einfach abgewaschen und löst sich restlos auf.
Immergrüne Gehölze wie z.B. Stechpalmen, Buchsbäume und Rhododendren müssen auch im Winter genügend Wasser zur Verfügung haben. An frostfreien Tagen würde sich das Gießen anbieten. Wenn nachts starker Frost erwartet wird bitte nur mäßig gießen.

Auch Pflanzen im Haus und in Überwinterungsquartieren benötigen Pflege. Diese sind zwar in einer Art „Ruhepause“ doch man sollte sie nicht komplett vernachlässigen. Im Winter findet oft ein Schädlingsbefall statt. Untersuchen Sie deshalb Ihre Pflanzen im Winter regelmäßig nach Schädlingen ab.

Es gibt Gemüsesorten die man schon im Januar in einem Glas pflanzen kann. Dies ist z.B. Blumenkohl, Wirsing oder auch Kopfsalat. Sogar einige Blumensorten können schon gesät werden, z.B. Geranien und fleißige Lieschen aber auch einige Arten von Sonnenblumen.

Wer selbst einen Obstgarten besitzt, sollte bei Johannisbeeren nach dicken Knospen Ausschau halten. Wenn Gallmilben vorhanden sind, die Ihren Strauch befallenen haben, schneiden Sie die befallenen Äste ab. Verbrennen Sie diese Abschnitte damit eine Epidemie unterbunden wird. Schneiden Sie Ihre älteren Birnen- und Apfelbäume im Januar, sofern man diese nicht nach der Ernte schon beschnitten hat.

Nadelgehölze und Koniferen sollte man von starkem Schneebefall befreien, damit Ihre schönen Äste nicht abbrechen. Der Winterschutz für Rosen sollte auch alle paar Jahre erneuert werden, wenn es wärmer wird, da sich sonst Schimmel und Pilze bilden können.

Veröffentlicht unter Tipps&Tricks | Hinterlasse einen Kommentar

Eigenschaften vom Merantiholz

Merantiholz (Shorea. Aus der Familie der Flügelfruchtgewächse) hat seine Heimat in Malay, Sarak, Brunei und Indonesien.Es gibt z.B.: Dark-red, Light-red oder White – Meranti.Synonyme Bezeichnungen für Meranti sind Seraya und Balau. Die Eigenschaften variieren mit der Dichte des Holzes. Die Eigenart vom Meranti ist die Intensivierung der Holzfarbe bei Zunahme der Dichte.Das Kernholz ist das Härteste Holz am Baum, mit einer Rohdichte von min. 0,55g/cm³. Zum Vergleich, die Stieleiche hat bei einer Darrfeuchte (Rohdichte) im Mittelholz eine Dichte von 0,65m³. Diese Werte erhöhen ihren Stellenwert bei Wertsteigerung.
Die Bäume erreichen eine Höhe von ca. 45m und die Stämme selbst werden bis zu 20m hoch und haben einen Durchmesser von 1.5m. Das Splintholz unterscheidet sich in der Farbe vom Kernholz, denn Splintholz ist eher gelblich bis grau/rosa und Kernholz läuft klar ins Rote.Die Harzkanäle verlaufen an tangentialen Ringen entlang.Diese Holzart ist sehr widerstandsfähig, hart und schwindet wenig. Es hat eine Trockendichte von ca. 0,55g/cm³, aus diesem Grund funktioniert messern, schälen, leimen und polieren bei dieser Holzart vorzüglich. Pilz- und Insektenbefall hält es gut stand. Keine Probleme bereitet diese Holzart bei Regen, Wind und sonstigen Wetterverhältnissen( bei regelmäßiger Pflege).Merantiholz wird vielfältig eingesetzt, wie z.B. bei Funier- und Sperrholzherstellung, zur Möbelfertigung, im Innenausbau oder für Fenster und Türen. Dark Red Meranti ist wegen seinen Eigenschaften perfekt zur Herstellung von Fenstern geeignet.
Egal wie hart oder wetterfest ein Holz ist, es ist und bleibt ein Naturprodukt und zerfällt mehr oder weniger schnell in seine einzelnen Moleküle. Ohne richtig gute Pflege haben Sie nicht lange etwas von Ihren Gartenholzmöbeln.
Die Pflege gestaltet sich ein wenig zeitaufwendig (bei einem Tisch und 6 Stühlen ca. 2-3std.), dafür hat man bei richtiger und regelmäßiger Pflege ein Gartenmöbelset, welches ihr ganzes Leben lang Bestand haben kann. Zuerst müssen Sie ihre Gartenmöbel reinigen.Hier kann man auf Chemie verzichten, denn Wasser mit ein bisschen neutraler Seife reicht in diesem Fall meistens aus. Nehmen Sie hierzu einen Eimer mit lauwarmen Wasser und einer harten Bürste ( keine Stahlbürste, da diese das Holz zu sehr verkratzt). Ein wenig neutrale Seife hinzufügen und kräftig abbürsten. Vom einem Hochdruckreiniger ist abzuraten, da dieser das Wasser zu tief ins Holz pressen würde. Nun mit einen Schleifschwamm oder feinem Schmirgelpapier (120+) überflüssige und störende Splitter entfernen. Bitte machen Sie dies nicht mit einem Winkelschleifer oder einem ähnlichem Gerät, Sie könnten abrutschen und es bilden sich dort unschöne Macken und Unebenheiten. Schleifen Sie lieber eine halbe Stunde länger und Sie haben noch die nächsten Jahrzehnte Freude an den Möbeln. Nach dem Schleifen das Holz gründlich mit dem Gartenschlauch abspülen. Dieser abschließende Vorgang ist sehr wichtig da sonst das Öl nicht gut verteilt werden kann.
Wenn die Gartenmöbel staubfrei und trocken sind, kann das Auftragen der Schutzlasur oder des Öl´s beginnen. Achten Sie bitte darauf in Richtung der Holzmaserung zu streichen, sonst könnte sich an einigen Stellen mehr Lasur/Öl ablagern als an anderen Stellen. Nun warten Sie bis die Lasur/Öl eingezogen ist und wischen alles mit einem trockenen Tuch sauber ab. Fertig— Jetzt nach getaner Arbeit können Sie es sich gemütlich machen und auf ihren Gartenmöbeln relaxen.
Ein kleiner Tipp: wenn Sie das Hirnholz Ölen, beachten Sie bitte, dass es sehr saugfähig ist und dementsprechend mehr Öl aufnimmt. Zum Schutz vor Lasur oder ÖL empfehle ich Ihnen immer Handschuhe zu tragen. Vermeiden Sie es in der direkten Sonne zu Arbeiten, da die Sonnenstrahlen das ÖL und andere Mittel, zu schnell austrocknen lassen.

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Bau einer Pergole

Pergola kommt aus dem lateinischen und bedeutet – pergula = Vor- beziehungsweise Anbau. Früher wurden Pergola als Verbindung zwischen Haus und Wintergarten verwendet. Dies dient nicht zwingend als Wind- oder Sonnenschutz, sondern hatte lediglich einen optischen Zweck.
Eine Pergola kann aus verschiedenen Materialien errichtet werden. Sie kann aus Metall, Holz und Stein gebaut werden. In unserem folgenden Beispiel werden wir uns mit dem Bau der Pergola aus Holz beschäftigen.
Der erste Schritt umfasst das genaue Ausmessen der Fläche, auf der die Pergola später stehen soll. Wir gehen davon aus, dass die Pergola 6 Ständer bekommt, diese einen Abstand von einem Meter zueinander haben und 2m breit sind. Die Höhe beträgt 2,30 m. Dort wo die Ständer in den Boden kommen sollen muss ein Loch ausgehoben werden von ca. 20cm x 20cm. Die Löcher werden dann mit Beton (drei zu eins Mischung) auffüllen. Nun setzten Sie die vorher besorgten Einschlaghülsen in den Beton. Dabei müssen Sie darauf achten, dass alle sich in exakter und gleicher Höhe befinden. Dies können Sie am Besten mit einer Wasserwaage oder Richtscheit prüfen. Sie setzen daraufhin die erste Hülse und richten sich weiterhin nach dieser. Alle Höhen sind nun von dieser Hülse abhängig. Peinlichst genau ist darauf zu achten, dass die Hülsen gerade im Boden verbaut werden, sonst sind alle folgenden Ständer später schief aufgestellt. Zudem ist darauf zu achten das alle Ständer in einer Flucht sind. Sie können die Hülsen auf Höhe bringen und danach einen Ständer vorsichtig einstecken und so mit einer Wasserwaage die Richtung verändern. Haben Sie dies alles erledigt können Sie sich der Innenfläche widmen. Der Beton muss jetzt erst mal Trocknen. Je nach Betonart dauert es 12 bis 24 Std. Wenn Sie den Innenraum Pflastern wollen bedenken Sie, dass das Pflaster etwas tiefer ist als die spätere Holzständerkante. Das Holz darf niemals direkten Kontakt zum Boden haben, es wird sonst nass und feucht und fängt dann an zu faulen/gammeln. Ist die warte Zeit vorbei kann mit dem stellen der Ständer begonnen werden. Befestigen Sie diese gut an den Hülsen, Schlossschrauben bieten sich hier für besonders an. Stehen die Ständer Waagerecht und in einer Flucht kann mit dem aufsetzten der Oberen Hölzer begonnen werden. Setzen Sie zu erst die Längshölzer auf die Ständer, links und rechts über alle Ständer. Diese kann man mit verschiedenen Mitteln befestigen, z.B. Winkeln (sichtbar) oder sehr großen Holzschrauben. Es muss darauf geachtet werden das diese komplett versenkt werden im Holz, oben drauf werden dann später die Querhölzer gesetzt. Die Querhölzer werden genau über den Ständern mit Winkeln, rechts und links, befestigt. Die Winkel sind nicht zu sehen, da diese sich auf der oberen Seite befinden. Wenn wir jetzt davon ausgehen das Sie 10 x 10x 200 cm Kanthölzer für die Ständer benutzt haben, haben wir eine Höhe von ca.2,30m erreicht. ca. 10cm Boden Freiheit(+-5cm) + 10cm Längstauflage + 10cm Querauflage. Haben Sie alle Schritte gemeistert können Sie nun Rosen, Efeu oder Wein an die Ständer pflanzen. Dies sind aber keine Pflicht Bepflanzung. Sie können sich auch für andere Kletter/Rangpflanzen entscheiden.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Sonnenschutz im Garten

Die Stärke der Sonneneinstrahlung (Intensivierung der Strahlen) wird in Lux gemessen.
Der Sonnenschutz bietet nicht nur ein kühleres Klima sondern schützt auch die Haut vor UV- Strahlen ( Ultra Violettem Licht). Das Blattwerk der Bäume lässt je nach Baumart die UV-Strahlen durch, es bedeutet, dass man auch im Schatten braun werden kann. Ohne UV-Strahlen würde es kein Leben auf der Erde geben.
Sonnenschutz ist besonders für Ihren Garten und nicht nur für Sie selbst wichtig. Viele ihrer Pflanzen und Bäume benötigen je nach Art Halbschatten oder andere brauchen Vollschatten. Diese Informationen finden Sie bei jeder neu gekauften Pflanze auf dem Infozettel, der in den Blumenpott der Pflanze gesteckt ist oder fragen Sie alternativ bei Ihrer Fachgärtnerei.
Es gibt eine Menge an Möglichkeiten einen Sonnenschutz in Ihrem Garten zu errichten. Die natürlichste Variante ist ein Baum, dieser lässt durch seine Blätter ein wenig Sonne durch und ist so ideal für Rasen und andere Halbschattengewächse. Sonnenschirme sind wohl die meist verbreitete Methode um Schatten zu erzielen. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten wie z.B. Pavillons, Sonnensegel, Pergolen oder auch Markisen … . Ein Pavillon bietet einen guten Sonnenschutz auf Terrassen und der gleichen. Sonnensegel eignen sich sehr gut für Rasenflächen und Liegebereiche. Pergolen sind je nach Bauart mehr oder weniger gut um Schatten spenden. Sie können offen, halb, bedacht oder nur eine Seitenwand geschlossen haben, je nach Wunsch des Besitzers. Markisen bieten einen guten Sonnenschutz bei Terrassen die am Haus liegen. Ihrer Kreativität sind demnach keine Grenzen gesetzt. Ein ausgewogener Garten sollte einige Sonnen- wie auch Schattenzonen aufweisen, da er ja auch eine hohe Artenvielfalt aufweisen kann. Zusätzlich sollten auch die Himmelsrichtungen beachtet werden. Je nach Gartenlage und Stand der Sonne kommt es darauf an wann, wo und wie viel Sonne in den Garten einstrahlt. Meistens ist im Osten die Mittagssonne und somit der Höchststand erreicht, befindet sie sich jedoch im Süden und im Osten geht die Sonne wieder unter. Wein sollte beispielsweise so gepflanzt werden, dass er die meiste Zeit des Tages viel Sonne abbekommt. Deswegen kommen die meisten guten Weine von Weinbergen, die am Südhang liegen, da dort optimale Bedingungen herrschen.
Rasen der bei Ihnen im Garten wächst, braucht meistens (außer ein paar spezielle Arten) Halbschatten. Man kann sagen, je grüner eine Pflanze ist umso mehr Schatten braucht die Pflanze. Wenn Sie sich aber nicht sicher sind einfach Ihren Gärtner fragen, dieser kann Ihnen mit Sicherheit sagen was perfekt für Ihre Pflanze ist.

Veröffentlicht unter Tipps&Tricks | Hinterlasse einen Kommentar

Hochbeet mit Naturstein Umrandung

Ein Hochbeet hat eine ideale Lage an Gartenrändern oder auch zentral in der Gartenmitte. In unserem Beispiel bauen wir ein rundes Hochbeet. Der erste Gedanke sollte die Lage, Größe und Höhe sein. Ist diese Überlegung abgeschlossen, befreit man den Entstehungsplatz von allem was dort im Weg steht. Für einen perfekten Kreis setzten Sie den Mittelpunkt fest und stecken eine Eisenstange oder ähnliches an der Stelle in den Boden. An diesem Gegenstand befestigen Sie eine Schnur/Band mit einer Schlaufe, sodass sich das Band frei bewegen kann. Nun nehmen Sie die Schnur/Band und wickeln genau die Länge einer Hälfte des Beetes ab und machen dort eine Schlaufe. In diese Schlaufe stecken Sie eine kleinere Eisenstange oder Ähnliches. Nun straffen Sie die Schnur und laufen im Kreis, sodass Sie einen perfekten Kreis erhalten. Fangen Sie jetzt an Erde in den Kreis zu füllen, aber bitte nicht zu viel. Beginnen Sie danach Steine um den Kreis zu legen und mischen Sie hierbei Große und Kleine wild durcheinander. Schachten Sie den kompletten Rand auf der gezogenen Linie etwa 30 cm breit und 10cm tief aus und legen dort die erste Schicht Steine. Nehmen Sie unten möglichst große Steine die etwas flacher sind, diese bilden das Fundament. Lassen Sie einen Durchgang für später frei, damit Sie noch mehr Erde nachfüllen können. Ist die erste Schicht Steine fertig muss nun Erde von hinten gegen diese befördert werden. Ruhig um die Hälfte höher als der Stein selbst ist. Jetzt kommt die zweite und nächste Schicht. Hierbei ist zu beachten, dass diese etwas nach hinten fällt. Jetzt beginnt der große Puzzle Spaß, suchen Sie sich passende Steine, die ohne groß zu kippeln auf die untere Steinschicht passen. Es sollte zusätzlich versucht werden immer eine gleich hohe Ebene und eine gleiche Fugenbreite einzuhalten. Dies ist meistens das Schwerste bei einer Natursteinmauer. Man denkt, es gibt so viele Steine da muss einfach einer passen, passt auch man muss ihn nur erstmal finden. Nach jeder beendeten Schicht ist die Erde wider aufzufüllen. Immer daran denken, dass alle Steinschichten leicht ins Beet innere fallen müssen (gegen die Erdschicht). Bevor Sie alle Schichten fertig haben denken Sie daran, das Beet vollständig mit Erde aufzufüllen und den Kreis zu schließen. Ihr Hochbeet mit einer Natursteinmauer ist nun fertig und bereit zum Bepflanzen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Wie pflanze ich einen Baum richtig

Viele wichtige Sachen sind bereits beim Transport zu beachten. Die Wurzeln dürfen niemals dem Fahrtwind ausgesetzt werden, am Besten vermeidet man dies indem man den kompletten Baum in Stoff oder Ähnlichem einwickelt. Hauptsache es ist windundurchlässig! Die meiste Feuchtigkeit verliert eine Pflanze durch ihre Wurzeln. Es ist beim Transport darauf zu achten, dass keine Äste und Wurzeln abbrechen oder abknicken. Jeder Ast der gebrochen ist oder eine Transportbeschädigung aufweist könnte die Ursache von Pilzen und Erregern sein und den Baum so zum Absterben bringen. Also sollte die oberste Regel lauten:

Höchste Vorsicht beim Transport.

Sind Sie heile und sicher mit dem Baum zu Hause angekommen, scheuen Sie sich nicht dem Baum Wasser zu geben. Suchen Sie sich, wenn Sie es nicht schon wissen, einen guten Platz für Ihren neuen Baum aus. Dieser sollte genug Platz bieten damit er sich, je nach Art des Baumes, groß ausbreiten kann und genug Sonne bzw. Licht bekommt. Natürlich sollte er nicht zu dicht an Häusern oder Gebäuden stehen, denn sobald der Baum groß geworden ist könnte er diese beschädigen oder der Baum muss gefällt werden. Dann wäre die harte Arbeit und die gute Pflege umsonst gewesen. Auch sollte auf die Bodenverhältnisse geachtet werden, denn von Baumart zu Baumart kann die Bodenerwartung variieren. Dies können Sie jedoch beim Kauf des Baumes in Ihrem Fachmarkt erfragen. Sind diese Dinge erledigt und geklärt kann es endlich an das Graben gehen. Das Loch für den Baum sollte immer 2x so breit und 1,5x so tief sein wie der Wurzelballen des Baumes. Der Boden sollte am Grund des Loches locker und luftig sein. Wir wollen den neuen Baum einpflanzen und nicht einbetonieren :) Auch die Wurzeln finden so einen leichteren Weg ins Erdreich und können sich besser und einfacher ausbreiten. Nun messen wir die Höhe des Wurzelballens aus und füllen die gewünschte Menge Erde in das Loch auf. Der Wurzelballen sollte mit ca. 5cm Erde bedeckt sein. Die Erde darf auf keinen Fall verdichtet oder fest gestampft werden. Der Baum sollte vor dem Setzen stark beschnitten werden, dadurch gelangt mehr Energie in die Wurzeln und er wächst schneller. Richten Sie den Baum nach dem Pflanzen gerade aus und schmeißen Sie links und rechts ein wenig Erde ins Loch damit der Baum frei stehen kann. Jetzt richten Sie den Baum dorthin aus, wo bei Ihnen zu Hause der meiste Wind weht. Dieser hält den Baum und verhindert, dass der Wurzelballen sich bewegt und die kleinen nachgebildeten Haarwurzeln ständig wieder abreißen können. Stampfen, hauen, drücken und schlagen Sie den Baumpfahl etwa 10 cm -15 cm tiefer als den ersten Ast des Baumes von unten. Dafür zu verwenden ist natürlich ein Pfahl, der so groß ist, dass er den Baum halten kann. Binden Sie den Baum mit einem Kokosstrick oder einem anderen Naturstrick fest, da diese sich nach und nach selbst auflösen und so keinen Schaden anrichten können. Sie können, wenn der Baumpfahl fest sitzt, den Rest des Loches mit Erde auffüllen. Treten Sie die Erde leicht an, mit dem Fuß erreichen Sie keine hohe Dichte. Formen Sie nun einen Gießrand, es ist eine einfache Häufung der Erde sodass sich Wasser über dem Wurzelballen sammeln kann. Gießen Sie anschließend den Baum, er braucht gerade in der ersten Zeit eine Menge Wasser. Eine ausgewachsene Birke verdunstet z.B. an einem Sommertag 1000 Liter Wasser. Nun haben Sie eine kleine Idee, wie viel so ein Baum wirklich benötigt. Dies bedeutet aber nicht, dass Sie den Gartenschlauch an den Baum legen und den ganzen Tag das Wasser laufen lassen sollen. Gießen Sie regelmäßig und alles ist in Ordnung. Der Baum wächst und in ein paar Jahren wird er groß, stark und kräftig sein.

Veröffentlicht unter Tipps&Tricks | 1 Kommentar

Pflanzen im Frühling

Wenn der Boden aufgetaut und das Unkraut entfernt worden ist, kribbelt es den Meisten schon in den Fingern. Sie wollen unbedingt etwas Pflanzen. Auf dem Freiland muss noch bis Mitte Mai gewartet werden, da dort Winde die Temperatur noch etwas niedriger halten als im heimischen Garten. Manche Pflanzen können Spätfrost ab (z.B. Stiefmütterchen), aber die meisten Pflanzen können es nicht vertragen. Man sollte somit bis nach den „Eisheiligen“ warten. Kübelpflanzen können Sie schon vorher raus stellen, allerdings bitte nur in den Schatten, da den Pflanzen sonst ein Sonnenbrand droht. Abends sollten die Pflanzen wieder rein geholt werden, sonst frieren sie zu schnell kaputt. Sie können Ihre Pflanzen zusätzlich mit einem Jute- oder Fließsack vor Frost schützen. Wenn Sie begonnen haben zu pflanzen, sollten Sie folgende Regeln beachten. Zuerst ist auf den richtigen Boden zu achten, dass er gut vorbereitet ist. Dies erreichen Sie am Besten durch umgraben des Bodens oder ähnlichem. Zusätzlich sollte der Boden auch genügend Nährstoffe zur Verfügung haben. Ob Sie Langzeitdünger oder Flüssigdünger benutzen dürfen ist sehr wichtig, da jede Pflanze andere Bedürfnisse hat. Dies erfahren Sie beim Kauf Ihrer Pflanzen direkt bei Ihrem Fachhändler, der Ihnen sicherlich gerne Auskunft gibt. Sie können auch gerne Ihre Komposterde verarbeiteten die sich von dem letzten Jahr angesammelt hat. Arbeiten Sie alles gut unter, sodass sich das Erdreich und der Kompost gut vermischen. Falls Sie es verpasst haben sollten im Herbst Zwiebeln zu setzen (Krokusse und der gleichen), können Sie diese im Gartenfachhandel schon meist ab Ende Januar kaufen und so Ihren Garten mit vielen Frühlingsfarben füllen. Seien Sie ruhig mutig und pflanzen dort welche wo Sie es normalerweise nicht tun würden. Diese Farbtupfer sind ja nicht von Dauer und Sie werden sich nächstes Jahr wundern, wo überall schöne Pflanzen wachsen und blühen. Falls Ihr Rasen noch mit Laub und anderen Dingen belagert wird, können Sie dies entfernen damit der Rasen viel Licht bekommt und sich so besser aus seinem „Winterschlaf “erholen kann. Warten Sie noch ein bisschen mit dem ersten Schnitt bis er kräftig anfängt zu wachsen. Nun sind Sie fürs Erste bestens gerüstet. Für die kommenden Monate liegen noch viele weitere Arbeiten im Garten an und auch andere Pflanzen warten gepflanzt oder umgetopft zu werden.

Veröffentlicht unter Tipps&Tricks | Hinterlasse einen Kommentar

Wie beschneide ich Bäume und Sträucher am Besten?

Wenn die Rückschneidezeit kommt ist es soweit die Baumschere und die Gartenschere zu schärfen. Je schärfer Ihr Werkzeug ist desto besser, denn so wird ein sauberer und guter Schnitt garantiert. Wenn Ihre Scheren nicht scharf genug sind kann es zu Zersplitterungen, Rissen oder auch Infektionen des Holzes oder der Pflanze kommen. Nun, wenn dann unser Werkzeug scharf ist, beginnen wir mit dem Rückschnitt. Dies erfordert ein wenig Übung und Geschick. Als Erstes möchte ich jedem ans Herz legen der seinen Garten liebt, dass er keine Sträucher und Büsche mit der Heckenschere einheitlich rund beschneidet. Dies sieht meines Erachtens nach, und vieler anderer auch, nicht schön aus und ist zudem auch keinesfalls gut für die Sträucher. Dieser sogenannte „Hausmeisterschnitt“ verletzt die Pflanzen durch die Zickzack Bewegungen der Motorheckenschere teilweise so stark, dass Pflanzen dadurch eingehen können oder stark im Wachstum gehemmt werden. Zudem sieht es auch noch unprofessionell aus. Wir nehmen als Beispiel einen Strauch (ganz allgemein gehalten), er bietet sich aus dem Grund an, da es sich leicht auf alle anderen Bäume und Sträucher übertragen lässt (abgesehen von Rosen und ein paar anderen Ausnahmen). Nun schauen wir uns den Strauch genauer an. Zu aller erst schneiden wir alles Tote, Alte und Vertrocknete ab, bitte nicht heraus brechen sondern schneiden! Wenn Sie die alten Äste brechen, entsteht eine größere Oberfläche, als wenn Sie die Äste abschneiden. Auf dieser größeren Oberfläche können sich dann schneller Bakterien und Keime festsetzen und sich vermehren. Deswegen sollten Sie immer gerade am Ast herunter schneiden, sodass eine möglichst kleine Schnittfläche entsteht. Dies können Sie an einem Versuch zu Hause schnell selbst untersuchen, nehmen Sie eine normale Salatgurke und schneiden Schräg ein Stückchen ab. Nun schneiden Sie im 90° Winkel noch ein Stück ab und vergleichen beide entstandenen Oberflächen. Sie werden feststellen, dass der schräge Schnitt eine andere Größe der Schnittoberfläche aufweist als der gerade Schnitt. Daraufhin schneiden wir ganz unten (ca. einen halben cm über dem Boden) die mehr als 2 Jahre alten Äste raus, dabei kommt es ein wenig auf die Art des Strauches oder Baumes an. Es ist sicher logisch das man bei einer 100 Jahre alten Eiche z. B. nicht die 2-jährigen Äste heraus schneidet. Je mehr Erfahrung Sie haben und sammeln, umso leichter fällt Ihnen diese Einschätzung und Beurteilung. Im Großen und Ganzen dient dies nur der Verjüngung der Pflanzen und hilft ihr so mehr Kraft in neue und junge Triebe zu investieren. Jetzt werden alle Äste die sich kreuzen und aneinander reiben bzw. scheuern ebenfalls entfernt. Beim Schneiden ist darauf zu achten, dass immer hinter kleinen Astgabeln oder hinter Knospen geschnitten wird. Sie dürfen ruhig nach eigenem und individuellen Ermessen bis zu einem viertel der Pflanze zurück schneiden. Haben Sie keine Angst davor, auch wenn es auf den ersten Blick komisch und kahl wirkt. Sie haben so länger etwas von Ihren Pflanzen und eine kleine Gärtnerweisheit lautet „ Alles was man zurück schneidet, ist ein Jahr später doppelt so stark gewachsen“. Diese Regel trifft bei 90% der Pflanzen im heimischen Garten zu. Falls Sie mit Kettensägen oder Motorheckenscheren arbeiten, ist immer eine Schnittschutzhose und ein Schutzhelm zu tragen. Dies schützt Sie vor bösen Verletzungen im Auge und Beinbereich. Das Problem bei einer Verletzung durch die Kettensäge ist nicht der Schnitt, sondern die Zähne der Säge. Sie ziehen Sehnen und Adern aus der Wunde, in meist ganzer Länge, heraus. Die Verletzung ist meist so stark, dass Spätfolgen, wie z.B Gehbehinderungen oder starke Bewegungseinschränkungen möglich sind. Nun sind Sie mit dem Beschneiden fertig. Räumen Sie alles weg und befreien den Boden und den Strauch von Laub und Ästen, so kann der Strauch sich ideal erholen und neu austreiben. Zudem haben Sie ja noch den Rest des Gartens vor sich, fangen Sie an und erfreuen sich danach einem gepflegten Garten.

Veröffentlicht unter Tipps&Tricks | Hinterlasse einen Kommentar

Wie lege ich einen Rasen neu an?

Zum Anlegen eines neuen Rasens wird in der Regel ein etwas größeres Gerät benötigt. Es kommt ganz auf die Rasengröße und die Bereitschaft körperliche Arbeit zu leisten an. Falls ein alter Rasen vorhanden ist sollte dieser dünn abgeplackt werden. Diesen einfach zu bearbeiten ist nicht empfehlenswert, da es sonst sehr schwer wird die Rasenfläche später sauber und ordentlich zu harken. Düngen Sie nun die Fläche mit Langzeitdünger ab. Nehmen Sie dazu am Besten einen Einachser mit Fräse als Anbauteil und fräsen Sie ruhig alles mehrmals gründlich um. Dies lockert den Boden und mischt den Dünger gut mit der Erde. Sie können auch alles mit einem Spaten gut umgraben. Damit der Rasen keine Löcher bekommt gucken Sie nun über die Fläche und nehmen dort Boden weg wo Hügel entstanden sind. Sie können als Hilfe Schnüre über den Rasen spannen, um leichter zu erkennen wo der Boden uneben ist.Wenn es stark regnen sollte und der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen kann, sollte sich das Wasser nicht in Kellerschächten oder an der Grundmauer sammeln.
Kommen wir nun zu dem wohl schwierigsten Teil des Rasenbaus, das ab harken. Das ab harken erfüllt den Zweck des bereinigen und begradigen der Rasenfläche. Das ab harken ist ein absolutes Muss und darf ist auf keinen Fall vergessen werden. Es werden Steine, Wurzeln und anderer Unrat von der Fläche entfernt. Der erste Harkdurchgang ist grob vorzunehmen. Hiernach ist die Fläche ab zu walzen und wird somit verdichtet. Nach dem Walzen sehen Sie wo sich noch Löcher und Ähnliches befinden, gleichen Sie dies nochmals aus. Ist dieser Schritt erledigt kommt das „Feintuning“ der Fläche. Harken Sie immer über Kreuz, erst von rechts oben nach links unten und dann von links oben nach rechts unten, dann von rechts nach links und von links nach rechts. Diese Bewegung ist über eine Stelle vorzunehmen. Wenn Sie immer nur in eine Richtung harken, kommt es zu einer Wellenbildung im Boden, machen Sie sich nicht verrückt, falls es nicht auf Anhieb perfekt wird. :) Ich persönlich habe z.B. meine gesamte Lehrzeit von 3 Jahren gebraucht bis ich eine Rasenfläche so harken konnte, dass es fast einem Golf Green (Puttbreich) entsprach. Dies ist eine relativ normale Zeit, die meisten Gärtner die ich kenne haben auch diese Zeit dafür benötigt. Es kommt auch darauf an für welchen Zweck Sie den Rasen anlegen möchten. Wollen Sie einen englischen Rasen haben? Spielen später Kinder darauf? Diese Fragen sollten Sie mit einfließen lassen, wie akkurat die Rasenfläche abgeharkt werden soll.
Bei englischem Rasen sollten Sie eventuell sogar mit Schnüren beim Abharken arbeiten und diese mit der Wasserwaage einloten. Bei einem Spiel- und Nutzrasen sind leichte Unebenheiten nicht so schlimm, da diese im Laufe der Zeit verschwinden und an anderen Stellen welche auftauchen. Haben Sie Ihre Rasenfläche soweit fertig, dass sie Ihnen gefällt sähen Sie die Saat für den Rasen. Hierzu sollten Sie am Besten ein Rasen- Sähgerät benutzen, welches man je nach Rasenart einstellen kann. Dies soll heißen, dass man die Menge, die das Gerät abgibt einstellen kann. Genauere Angaben hierzu finden Sie in der Regel auf der Verpackung des Rasensamens. Düngen Sie die Fläche nochmals leicht ab und harken Sie alles mit langen leichten Zügen ein. Es darf kein Druck auf der Harke lasten da sich sonst Loch- und Hügelbildungen einschleichen. Treten Sie zudem so leicht wie möglich auf, eventuell entstehen sonst tiefe Spuren in der Fläche. Walzen Sie nun das letzte mal die Fläche ab, damit der Rasensamen fest im Boden sitzt. Im Anschluss wässern Sie nun den neu gesäten Rasen, und emulieren Sie dabei einen leichten Regen. Halten sie den Wasserstrahl nicht direkt auf die Fläche sondern etwas entfernt, denn sonst spülen Sie die Saat wieder weg. Bewässern Sie den Rasen so lange bis eine kleine Pfützenbildung entsteht. Wenn es bereits regnet brauchen Sie die entsprechende Fläche natürlich nicht bewässern. Gehen Sie nun um die Fläche herum und kratzen, schaufeln oder sammeln Sie alle Rasensamen auf, die über der festgelegten Fläche liegen. Dies erspart Ihnen später lästiges abstechen oder Unkraut zupfen und Sie haben damit den letzten Arbeitsschritt erledigt. Es dauert nun bis zu 28 Tage bis der Rasen betretbar ist. Beachten Sie jedoch, dass der Rasen noch sehr empfindlich ist. Kinder sollten noch nicht darauf spielen und auch Gartenmöbel oder ähnliches sollten Sie erst nach einigen Wochen stellen. Der erste Schnitt erfolgt wenn der Rasen eine Höhe von 10 cm erreicht hat. Er ist bei trockenem Wetter durchzuführen da sich sonst Fuß- und Rasenmäherspuren bilden. Er sollte nicht mehr als um die Hälfte gekürzt werden, also maximal von 10 cm auf 6 cm im Idealfall. Das Messer des Rasenmähers sollte scharf sein, damit der Schnitt sauber und die Jungpflanze nicht verletzt wird. Häufiges Schneiden des Jungrasens fördert die Wurzelbildung. Dem zu Folge ist häufiges Mähen sehr gut für den Rasen. Es ist nur zu beachten, dass er nie mehr als die Hälfte runter geschnitten werden darf. Jetzt können Sie sich an Ihrem neuen, selbst angelegten Rasen erfreuen und mit Ihren Freunden den Sommer draußen genießen.

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Gartenmöbel aus Oldenburg

HG-Versand hat seinen Sitz in Oldenburg. Von ansässigen Kunden bekommen wir daher häufig die Anfrage, ob diese ihre Gartenmöbel auch direkt in Oldenburg abholen können. Das müssen Sie jedoch gar nicht – WIR LIEFERN FREI HAUS! Suchen Sie sich doch bei einer Tasse Tee oder Kaffee ganz in Ruhe zu Hause auf dem Sofa ihre Gartenmöbel aus. Online bestellt, bezahlt und wir liefern es – selbstverständlich versandkostenfrei innerhalb Deutschlands. Und wenn Sie es sich anders überlegen sollten – wir lassen die Ware auch wieder kostenneutral für Sie bei Ihnen abholen.

Sie sehen also – Sie gehen keinerlei Risiko ein und viel bequemer ist es auch noch.

Stöbern Sie in unserem Sortiment: Gartenmöbel Oldenburg

Veröffentlicht unter Allgemein, Tipps&Tricks | Hinterlasse einen Kommentar